jdav – 2020

„Lass mal nicht über Corona reden…“

Ein klassischer Spruch, der des Öfteren mittwochs im Neoliet Bochum zu hören war. Das Virus hat die Welt weiterhin fester im Griff als so mancher Kletterer den besten Henkel. Klettern in diesen Zeiten? Fast undenkbar, wenn man sich vor Augen führt, dass die ganze Klettergemeinschaft nur sehnsüchtig darauf wartete endlich wieder an die Felsen der Welt strömen zu können. Zum Sommer hin dann schien die Pandemie uns eine Pause zu gönnen. Die jährliche Kletterfahrt nach Thüringen fiel dem Virus dann leider doch noch zum Opfer. Wenigstens öffneten, unter strengen Hygienebedingungen, die Kletter- und Boulderhallen wieder – ein kleiner Trost. Strenge Hygieneregeln wurden, verständlicherweise, auch auf den Hütten in den Alpen verhängt. Auf Grund dieser Tatsache entschieden die Jugendleiter*Innen der Sektion, die geplante Wanderung über den Berliner Höhenweg abzusagen. Also musste eine Alternative her.
Paula, Johannes und Eger setzten sich also zusammen, um einen neuen Plan zu schmieden. Die Wahl fiel auf Osteuropa, konkret auf Tschechien, da die zu fahrende Entfernung noch angemessen war. Gerade bei „nicht klassischen“ Zielen sollte man am Anfang schauen, ob und was es für Kletterführer gibt. Ein Paar Klicks im Internet und – et voila – sind wir fündig geworden. Unsere Wahl fiel auf einen Kletterführer, der mit den Worten „

Das Klettern am großen Granitriegel am Ufer des Slapy Stausees, zwischen den Städten Pribram und Sedlcany, bietet vieles, was das Kletterherz höherschlagen lässt. Von schwierigen und gut gesicherten Wegen bis hin zu leichten Tradwegen ist alles vorhanden und das als Dach, Platte oder steile Wand mit vielen vertikalen und horizontalen Rissen. Ein Großteil der Sektoren ist südlich ausgerichtet, einige stehen aber auch im Wald.“

beworben wurde.

[1] http://kletterfuehrer.net/Sportkletterfuehrer/Tschechien/Vltavska-zula::1152.html

Was will man mehr?! Das der Kletterführer auf der Internetseite ausverkauft war störte uns erstmal wenig.
Nach einigem Emailverkehr mit diversen Campingplätzen in der Umgebung, fanden wir auch den schönen Campingplatz „Lanový park Slapy“ direkt am Slapy-Stausee. Der Fluss, der den Stausee speist, ist kein geringerer als die Moldau selbst, der wohl bekannteste Fluss in Tschechien. Als der Campingplatz gebucht war, wollten wir uns um einen Topo kümmern. Doch leider mussten wir feststellen, dass es weit und breit keinen mehr gab! Kein deutscher und auch kein tschechischer Onlinehändler hatte den gesuchten Topo mehr auf Lager. Glücklicherweise gab es mehr oder weniger detaillierte Kletterführer auf einer tschechischen Website einer Klettervereinigung. Johannes machte sich die Mühe und kopierte Seite für Seite, die Information aus dem Internet, in eine Textdatei, die wir anschließend ausdrucken und mit einem Ringbuch binden ließen. Ein „selbstgemachter“ Kletterführer sollte es auch tun und glücklicherweise tat er dies dann auch.
Trotz kurzfristiger Terminverschiebung und einem neuem Fahrtenziel fand sich eine Handvoll junger Menschen, die Lust auf dieses Abenteuer hatte. Die Zeit in Tschechien war wirklich schön! Die Kletterei, der Campingplatz direkt am Wasser, die Ausflüge nach Prag und Krumau a. d. Moldau, das gemeinsame Kanu fahren und natürlich die Gruppe selbst machten diese Sommerfahrt des JDAV zu etwas wundervollem. Einen ausführlichen Artikel von Paula, zu dieser Fahrt findest Du im Blick vom Gipfe auf Seite 21 oder auf der Internetseite unserer Sektion.

LaPaDu – Monte Thysso

Eine weitere Fahrt gab es dieses Jahr dann leider nicht mehr aber dafür eine Tagesveranstaltung. Diese Führte Jugendgruppe dieses Mal in den nahegelegenen Landschaftspark nach Duisburg. Angereist wurde per Zug und Tram, da der LaPaDu gut angeschlossen ist. Anschließend ließen wir den Tag in Alvas Garten mit einer gemütlichen Grillrunde ausklingen. Dieses Tagesausflug hat uns so sehr gefallen, dass wir beschlossen haben häufiger Tagesveranstaltungen durchzuführen. Mehr dazu ebenfalls im Blick vom Gipfel auf Seite 22 bzw. im Internet auf der WEBSITE.

Bildschirm, Bildschirm, Bildschirm…

Gegen Mitte des Herbsts wurde langsam, aber sicher das Gemunkel über eine zweite Welle und den entsprechenden Lockdown immer lauter. Anfang November war es dann plötzlich wieder soweit: Schließung aller Boulder- und Kletterhallen und Kontaktbeschränkungen waren gefühlt über Nacht wieder allgegenwärtig. Das für das erste Novemberwochenende geplante Treffen der Jugendleiter*Innen und Tourenleiter*Innen konnte leider nicht in Präsenz stattfinden.

Mittlerweile routiniert, musste auf ein Onlinemeeting ausgewichen werden. An diesem Meeting nahmen alle Jugendleiter*Innen teil, die in der nächsten Zeit weiter aktiv mit und in der Sektion arbeiten möchten. Außerdem nahmen erstmal auch Alva und Raphy als JL-Anwärter an diesem Termin teil. Während der Sitzung haben wir das Jahr reflektiert und uns Gedanken für das nächste Jahr gemacht. Die entsprechenden Fahrten entnehmt ihr bitte dem Tourenprogramm, hinten im Heft. Auch haben wir beschlossen jeden zweiten Samstag in Monat eine Tagesveranstaltung durchzuführen. Nähere Informationen erhaltet ihr beim Jugendreferenten oder in der JDAV Recklinghausen WhatsApp-Gruppe. Alle weiteren Neuigkeiten erhaltet ihr ebenfalls dort.


Schweren Herzens muss an dieser Stelle mitgeteilt werden, dass Leo und Svea ihre Tätigkeit als JL niedergelegt haben. Der Jugendreferent bedankt sich im Namen der Sektionsjugend ganz herzlichen bei Svea und Leo für die jahrelange ehrenamtliche Jugendarbeit und das Engagement. Beide waren lange vor mir in der Sektion tätig. Leo war darüber hinaus vor mir der Jugendreferent der Sektion. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch persönlich bei den beiden bedanken: Vielen Dank für die Arbeit in, sowohl der Kinder als auch der Jugendgruppe, für die Unterstützungen bei unseren Fahrten und die schönen Tage, die wir alle zusammen hatten. Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft und euren weiteren Werdegang!

Natürlich bleiben die beiden der Sektion erhalten und wir hoffe sie beim Klettern oder auf Fahrten noch häufig als Teilnehmer begrüßen zu dürfen.

Bundesjugendleitertagung

Ende November hat ein außerordentlicher Bundesjugendleitertag stattgefunden – natürlich digital. Sebastian Eger hat die jdav der Sektion Recklinghausen bei diesem BJLT vertreten. Trotz der Einschränkung, dass der BJLT online stattfinden musste, haben 236 JL aus 82 Sektionen deutschlandweit teilgenommen. Entscheidungen und Beschlüsse findet ihr auf www.jdav.de.


Dadurch, dass die Hallen wieder geschlossen sind und das Wetter das Klettern am Felsen (kaum) zulässt haben wir das Onlinetraining wieder aufgenommen. Die Trainingszeiten sind dienstags und donnerstags ab 18:00 Uhr via Teams. Den Link dazu erhaltet ihr bei Eger. Wie das Training abläuft wurde bereits im Blick vom Gipfel 01/2020 beschrieben.

Das war’s von meiner Seite, bleibt gesund und haltet euch fit!

Euer Eger


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