Berichte – DAV Recklinghausen https://alpenverein-recklinghausen.de Internetauftritt des DAV Sektion Recklinghausen Wed, 03 Jun 2026 10:29:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://alpenverein-recklinghausen.de/wp-content/uploads/2016/10/cropped-cropped-cropped-cropped-cropped-10683626_418402171640591_5045534529077308248_o-1-32x32.jpg Berichte – DAV Recklinghausen https://alpenverein-recklinghausen.de 32 32 Berggruppe: Die Eifel ist das neue Allgäu https://alpenverein-recklinghausen.de/die-eifel-ist-das-neue-allgaeu/ Wed, 03 Jun 2026 09:29:03 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/?p=16150

Es müssen nicht immer die Alpen sein. Für ein gemeinsames Wander‑ und Kletterwochenende führte uns der Weg mit acht Erwachsenen und drei jungen Nachwuchsmitgliedern in die Eifel. Was uns dort erwartete, überraschte viele von uns: abwechslungsreiche Touren, fordernde Passagen und ein Gelände, das stellenweise durchaus alpinen Charakter hatte.

Unser Startpunkt war Altenahr. Fast fünf Jahre nach der Jahrhundertflut sind die Spuren des Ereignisses noch sichtbar: leerstehende Häuser, Baustellen, provisorische Wegeführungen. Bereits zu Beginn wurden wir mit einer gesperrten Brücke konfrontiert, die eine Umgehung notwendig machte – eine erste Erinnerung daran, wie wichtig Flexibilität und vorausschauende Tourenplanung sind. Nach einem kurzen Aussichtsstopp erreichten wir das „Teufelsloch“. Über schroffe Schieferfelsen kletterten wir unseren ersten Felsgrat und fanden schnell unseren Rhythmus.

Aufgewärmt und konzentriert setzten wir unsere Tour durch die Wälder rund um Altenahr fort. Am höchsten Punkt der Route, dem Schrock auf 389 Metern, wurden wir bei bestem Wetter mit einem weiten Blick über das Ahrtal belohnt. Im weiteren Verlauf ging es wieder bergab bis zur Ahr. Das Gewässer sollte für uns an diesem Tag kein Hindernis sein: Schuhe aus, hinein ins Wasser. Trotz glatter Steine, Strömung und knietiefer Passagen meisterten wir die Flussquerung gemeinsam und mit Bedacht. Die Abkühlung war an diesem ungewöhnlich warmen Apriltag willkommen.

Nach der Querung folgte ein erneuter, steiler Anstieg. Eine exponierte Felspassage forderte Trittsicherheit, Körperspannung und volle Aufmerksamkeit. Spätestens beim dritten und längsten Felsgrat wurde deutlich, wie anspruchsvoll selbst Mittelgebirgsrouten sein können. Nach rund zwölf Kilometern und etwa 650 Höhenmetern erreichten wir mit der Ruine der Burg Are einen eindrucksvollen Schlusspunkt des Tages. Im Biergarten ließen wir die Tour bei kühlen Getränken gemeinsam ausklingen. Die Übernachtung in der Jugendherberge Daun bot ideale Bedingungen: moderne Zimmer, gutes Essen und ein reibungsloser Ablauf – eine solide Basis für den zweiten Tag.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Manderscheid, um den Burgenlandklettersteig zu begehen. Der erste Abschnitt diente dem Warmwerden, bald jedoch verlangten steile Aufstiege und die erste Hängebrücke volle Konzentration. In der Mittagspause nutzten wir die Zeit für Abseilübungen und beschäftigten uns unter anderem mit der Schweizer Methode – ein wichtiger Bestandteil unserer Ausbildungsarbeit im DAV.

Der dritte Abschnitt des Klettersteigs stellte mit Passagen im Schwierigkeitsgrad C/D bis D erhöhte Anforderungen an Kraft und Ausdauer. Horizontale und vertikale Kletterei wechselten sich ab. Der Höhepunkt war eine etwa 60 Meter über der Lieser gespannte Hängebrücke, die nochmals Fokus und Ruhe verlangte. Nach weiteren Anstiegen erreichten wir schließlich erschöpft, aber glücklich das Gipfelkreuz.

Fazit: Zwei Tage voller Bewegung, Naturerlebnis und gemeinsamer Herausforderungen. Altenahr und Manderscheid erwiesen sich als vielseitige und fordernde Ziele für alpine Unternehmungen im Mittelgebirge: Die Eifel ist das neue Allgäu.

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JDAV: Sommerwanderung Stubaier Höhenweg https://alpenverein-recklinghausen.de/jdav-sommwanderung-stubaier-hoehenweg/ Fri, 03 Oct 2025 15:52:03 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/?p=15060

Im Juli 2025 machten sich 11 mutige Wanderer der jDAV Recklinghausen und Bochum auf den Weg, um einen der schönsten Höhenwege der Alpen, den Stubaier Höhenweg, zu beschreiten. Neun Tage und Nächte voller Höhen und Tiefen (im wahrsten Sinne), Überraschungen und unvergessliche Ausblicke sollten uns erwarten. Der Startschuss fiel morgens am 19.07. nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht im Zug von Bochum nach Fulpmes im Stubai Tal. Direkt für den ersten Tag waren 1270 hm bergauf zu bewältigen. Ein strahlend blauer Himmel und der Blick auf die umliegenden Gipfel begleiteten uns auf dem Weg zur ersten Übernachtung in der Starkenburger Hütte.  Auf der Hütte angekommen, freuten wir uns über unser Lieblings-Bergsteigeressen: Nudeln mit Tomatensoße. Die nächsten Tage sahen ganz ähnlich aus: Zur Begeisterung des ein oder anderen Teilnehmenden ging es immer sehr früh morgens los, um den angesagten Gewittern am Nachmittag zu entkommen (die, oh Wunder, natürlich nie kamen). Ob über schmale Pfade, grüne Wiesen, seilversicherte Passagen oder steile Grate, entlang der imposanten Berge, blau-glitzernden Seen und natürlich dem beeindruckenden Stubaier Gletscher, verzauberte uns die Landschaft jeden Tag aufs Neue. Am Abend, wenn die Füße schmerzten, war die Vorfreude auf das Essen riesig. Und was durfte da nicht fehlen? Richtig: Nudeln mit Tomatensoße. Und dann, nach dem Essen, saßen wir gemeinsam in der Hütte, ließen den Tag bei Skiwasser und Kartenspielen mit Lachen und viel Spaß ausklingen, bevor wir mit all den Eindrücken des Tages in die Betten gefallen sind. Eines unserer Highlights war es gegen Ende der Tour auf einer Etappe Steinböcke und Murmeltiere zu sehen. Absolut beeindruckende Tiere! Nach 9 Tagen, knapp 80 km und 6000 hm erreichten wir erschöpft, aber mehr als glücklich, das Ende unserer Tour, die wir, auch dank der unzähligen Bilder, nie vergessen werden. Die unglaubliche Landschaft, der Blick auf die Gipfel und die lustigen Spieleabende auf der Hütte werden wir immer in Erinnerung halten.

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Hüttenwanderung durch das Verwallgebirge – ein Bericht https://alpenverein-recklinghausen.de/huettenwanderung-durch-das-verwallgebirge-ein-bericht/ Wed, 03 Sep 2025 09:33:21 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/?p=14940 .avia-accordion.av-mf3sng5w-15dab9fad8b5e561d1bcb09dc17ff08c{ max-height:430px; } .avia-accordion.av-mf3sng5w-15dab9fad8b5e561d1bcb09dc17ff08c .aviaccordion-preview{ width:20.1%; } .avia-accordion .aviaccordion-slide.av-mf3sng5w-15dab9fad8b5e561d1bcb09dc17ff08c__0{ left:0%; } .avia-accordion .aviaccordion-slide.av-mf3sng5w-15dab9fad8b5e561d1bcb09dc17ff08c__1{ left:20%; } .avia-accordion .aviaccordion-slide.av-mf3sng5w-15dab9fad8b5e561d1bcb09dc17ff08c__2{ left:40%; } .avia-accordion .aviaccordion-slide.av-mf3sng5w-15dab9fad8b5e561d1bcb09dc17ff08c__3{ left:60%; } .avia-accordion .aviaccordion-slide.av-mf3sng5w-15dab9fad8b5e561d1bcb09dc17ff08c__4{ left:80%; }
In der Zeit vom 27. Juli bis 1. August 2025 wanderten sechs Sektionsmitglieder unter Leitung von Julian Tornow durch das Verwallgebirge. Die Wanderung mit fünf Hüttenübernachtungen hatte alles, was das Wanderherz begehrt: Anstrengende Anstiege, unvergessliche Ausblicke, Schweiß, Regen, Sonne und Gemeinschaft.Über diese wunderbare Tour haben wir einen kurzen Bericht erstellt, der hier als PDF aufgerufen werden kann.


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Berggruppe: Alpine Wanderung und Klettersteig in der Eifel https://alpenverein-recklinghausen.de/berggruppe-alpine-wanderung-und-klettersteig-in-der-eifel/ Tue, 01 Jul 2025 07:58:50 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/?p=14635

Alpines Wandern und Klettersteigen bei nur knapp zwei Stunden Anreiseweg von Recklinghausen aus? Das ist in der Eifel tatsächlich möglich und so machte sich die Berggruppe Mitte Juni dahin auf den Weg, um Trittsicherheit und Kraxelfertigkeit für den Sommer zu schulen.

Acht Bergwanderer starteten aus Altenahr mit leichter Wanderung durch schattigen Wald, bis die Überschreitung des Teufelslochs sich als erste alpine Herausforderung offenbarte, so dass die meisten weniger geschritten, sondern aufgrund des felsigen Grates eher gekrabbelt sind. Also fast schon Fortbewegung wie in den Alpen, nur dass die Felsflanken nicht mehrere hundert Meter nach unten abfallen, sondern maximal zehn, wodurch die Tour psychologisch dann doch etwas leichter ist. Dafür ging es gleich danach an der Ahr entlang vom Ahrhochwasser unterspülter Wege zur Engelsley, die nochmals leichte Kletterei im ersten Grad verlangt und durch die fortgeschrittene Tageszeit auch die Temperatur auf Werte jenseits der 30 °C geklettert ist.

Nach siebenstündiger Wanderung erschöpft durch Gelände und vor allem durch Hitze wurde das Nachtlager in der Jugendherberge Bad Münstereifel angefahren, um Kräfte für den Burgensteig in Manderscheid zu sammeln, der am Folgetag auf dem Programm stand.

Der Klettersteig führt wunderschön durch felsiges Gelände entlang des Flusses Lieser und bietet Schwierigkeiten bis D. Durch starken nächtlichen Regen wurde der Fels jedoch sehr rutschig und damit nochmal deutlich anspruchsvoller. Zum Trainieren der Klettersteigfertigkeiten waren das also ideale Bedingungen, die der Berggruppe jedoch viel Kraft, Ausdauer und Teamwork abverlangt haben, um den Steig zu meistern. Zwischendrin haben wir noch Sicherungsübungen an einem Übungsklettersteig durchgeführt, bevor wir in die letzte und schwerste Etappe des Steiges eingestiegen sind. Dort wurden uns von einer atemberaubenden ca. 50 Meter langen Seilbrücke über die Lieser wunderschöne Ausblicke auf Burgruinen und Fluss geboten. Nach kurzer anschließender Kraxelei sind wir schließlich alle erschöpft, stolz und glücklich wieder im manderscheider Ortskern angekommen, in dem wir die beiden Tage bei erfrischendem Getränk ausklingen ließen.


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Gemeinschaftsfahrt nach Thaurac – Ein Rückblick https://alpenverein-recklinghausen.de/gemeinschaftsfahrt-nach-thaurac-ein-rueckblick/ Fri, 25 Apr 2025 16:54:33 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/?p=14275

Jedes Jahr über Ostern zieht es einige aus dem Klettertreff am Mittwoch in den Süden, um neue Klettergebiete zu erkunden und unsere Kletterfähigkeiten zu verbessern. Dieses Jahr organisierten wir eine Gemeinschaftstour nach Südfrankreich in das Thaurac-Gebirge oberhalb von Montpellier. Die Idee fand großes Interesse und es meldeten sich 14 Personen. Dieses Mal waren auch Freunde aus den Sektionen Dortmund und Karlsruhe dabei.

Unterkunft und Verpflegung

Wir haben ein großes Haus gemietet, das genügend Platz für unsere Gruppe bot. Ein zentrales Highlight war das gemeinsame Kochen, was sich als eine unterhaltsame Herausforderung erwies, besonders für 14 Personen. Jeder hat mit angepackt, und unser kulinarisches Repertoire reichte von mexikanischen Süßkartoffeln über würziges Curry bis zu einer herzhaften Linsensuppe. Alle Gerichte waren vegetarisch oder vegan und glücklicherweise sind alle satt geworden.

Wetter und Aktivitäten

Die ersten Tage waren wettertechnisch nicht ideal. Nasse Felsen sind für das Klettern gefährlich, daher mussten wir kreativ werden. In dieser Zeit nutzten wir die Gelegenheit, die Kletterhalle in Montpellier zu besuchen, die uns eine hervorragende Indoor-Alternative bot. Am Nachmittag erkundeten wir dann noch die Altstadt von Montpellier – auch im Regen. Zudem besuchten wir die faszinierende Grotte „Demoiselle“ oberhalb von unserem Ort (Saint-Bauzille-de-Putois) und unternahmen Wanderungen, die uns teilweise durch strömenden Regen führte. Ein Ausflug zum Strand und in ein nahegelegenes Vogelschutzgebiet rundete unser Programm ab.

Sonnenstrahlen und Klettererfolge

Nach vier Tagen Regen hatten wir schließlich Glück – die Sonne strahlte am Himmel. Dies nutzten wir, um unser Kletterabenteuer in vollem Umfang auszuleben. Wir kletterten, bis die letzten Finger keine Kraft mehr hatten. Zudem wagten sich vier am nächsten Tag auf den Klettersteig „Via ferrata du Thaurac“ hoch zum Balcon de la Baume. Dieser bot einen tollen Weg mit überschaubaren Herausforderungen, abgesehen von einer anspruchsvollen D-Stelle. Die Ausblicke von dort oben waren atemberaubend und entschädigten uns für die Anstrengungen.

Rückkehr und Fazit

Zufrieden und voller neuer Erinnerungen machten wir uns schließlich auf den Rückweg. Diese Gemeinschaftsfahrt nach Thaurac war nicht nur eine Gelegenheit, unsere Kletterfähigkeiten zu vertiefen, sondern auch, um unsere Freundschaften zu pflegen und gemeinsam Herausforderungen zu meistern. Wir freuen uns bereits auf die nächste Tour!

Matthias

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Jugendfahrt nach Norwegen 2024 https://alpenverein-recklinghausen.de/jugendafahrt-nach-norwegen-2024/ Wed, 25 Sep 2024 16:26:33 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/?p=13597

Diesen Sommer ging es für 8 Teilnehmende und 3 Jugendleitende nach Norwegen mit dem Ziel, einen großen Teil der Rundwanderung um den Lysefjord als Trekkingtour  zu laufen. Das bedeutet, dass wir die gesamte Ausrüstung, die für 6 Tage Wandern benötigt wird, in schweren Rucksäcken mitnahmen. Die Fahrt begann früh am Donnerstagmorgen (06:30 Uhr). Zunächst fuhren wir nach Hirtshals im Norden Dänemarks, um von dort die Fähre nach Kristiansand in Norwegen zu nehmen. Nach einem langen Anreisetag zelteten wir an einem vorher ausgewählten
Wildcampingplatz. Am nächsten Tag fuhren wir zu einem Zeltplatz in der Nähe des Lysefjords, um dort die Rucksäcke zu packen und noch einmal eine (warme) Dusche zu genießen. Da wir nur so viel mit uns herumtragen wollten, wie wir wirklich brauchen würden, wogen und packten wir Müsli und Abendessensportionen so genau wie möglich ab. Abends wurde noch einmal gemeinsam gekocht: Es gab ein typisches JDAV-Fahrten Essen (Reis mit Curry – einfach und schnell zubereitet, aber trotzdem etwas für alle). Am nächsten Tag brachen wir auf zum Fähranleger in Forsand, um von dort die Fähre nach Florli zu nehmen. Dort erwarteten uns dann genau 4444 Stufen, hinauf auf ein Plateau mit Aussicht auf den Fjord. Etwas weiter bauten wir dann auch zum ersten Mal auf unserer Wanderung die Zelte auf und es wurde gekocht. An Tag 2 unserer Wanderung hatten wir ursprünglich den imposanten „Kjeragbolten“ als Ziel. Er ist ein Felsbrocken, welcher hoch auf dem Kjerag (Der höchste Punkt am Lysefjord) in einer Art Felsspalte mit Blick auf den Fjord eingeklemmt ist. Bereits am Fuß des Anstiegs auf den Kjerag schlugen wir, nach einem langen und anstrengenden Tag, erneut unser Lager auf. Nach einer stürmischen Nacht beschlossen wir, zunächst ohne die Rucksacke zum Kjerag zu wandern, um die Aussicht zu genießen und waghalsigen Touristen dabei zuzusehen, wie sie sich auf den Kjeragbolten vortasten. Da wir vorher als Gruppe beschlossen hatten, dass es uns dieses Abenteuer nicht wert ist, ein Seil und Gurte zur Hintersicherung mitzutragen, bestaunten wir den eingeklemmten Felsbrocken nur mit sicherem Abstand zur Klippe. An Tag 3 unserer Wanderung stiegen wir vom Kjerag wieder ab in Richtung Lysebotn. Nach einem kurzen Bad in einem sehr kalten  (für manche von uns zu kalten) Fluss ging auch dieser Tag nach gemeinsamen Kochen zu Ende. Nachdem wir am nächsten Tag einen großen Teil der Etappe auf einer Straße liefen, belohnte uns im Gegenzug die Sonne kurz später, sodass ein Teil der Gruppe wieder Baden ging – diesmal in einem etwas wärmeren See. Durch das gleiche Tal auf der Nordseite des Fjords sind wir auch am nächsten Tag gewandert. Dabei führte uns der Wanderweg teilweise sogar direkt am Fjord vorbei. Da auch das Wetter mitspielte, sorgten diese Streckenabschnitte bei allen für gute Laune. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage war allerdings eher nicht so gut. Daher beschlossen wir, die sowieso schon lange Etappe an diesem Tag noch etwas weiter zu laufen, sodass wir einige anspruchsvolle Stellen am nächsten Tag nicht bei Regen laufen mussten. Dadurch war dieser Tag auch mit Abstand der längste mit insgesamt 11,5 Stunden, die wir inklusive Pausen unterwegs waren. Nach einer erneut sehr stürmischen und regnerischen Nacht waren wir froh über die Entscheidung vom Vortag, noch weiter zu laufen. Da es auch den ganzen Tag regnen sollte, entschlossen wir uns dazu, den bekannten Preikestolen an diesem Tag nicht zu besteigen. Stattdessen sind wir direkt zum Parkplatz der Preikestolen-Tageswanderung abgestiegen, von wo aus wir zurück zum Zeltplatz fuhren. Eine gute Entscheidung, wie es sich bei Öffnung der Rucksäcke herausstellte: Nicht nur wir waren nass, sondern auch die meisten Rucksäcke von innen. Also hieß es auf dem Zeltplatz: Rucksäcke ausleeren und den Inhalt zum Trocknen aufhängen. Den nächsten Tag haben wir dann dazu genutzt, uns mit Apfelpfannkuchen und leckerem Essen aufzuwärmen. Da wir die Wanderung aufgrund des schlechten Wetters früher beendet hatten, machten wir aus der geplanten letzten Etappe zum Preikestolen kurzerhand einen Tagesausflug, auf dem wir zusammen das schöne Wetter und die wunderschöne Aussicht genießen konnten. Auch am letzten Tag unternahmen wir noch einmal eine Tageswanderung an der Südküste Norwegens zu den Brufjellhålene. Das sind höhlenartige Ausspüllungen, entstanden durch das Meer. An diesem bekannten Fotospot schossen wir natürlich auch das eine oder andere Foto. Danach zelteten wir noch ein letztes Mal zusammen, erneut an dem Ort von der ersten Nacht. Dienstag morgen klingelten dann um 04:30 Uhr die Wecker und wir fuhren zurück nach Kristiansand zur Fähre. Gegen 21:30  Uhr erreichten wir dann wieder den ursprünglichen Startpunkt der Reise, die Neoliet-Halle in Bochum. Die Fahrt war für alle ein voller Erfolg und für jede*n von uns eine ganz eigene Erfahrung  und dank der sehr guten Gruppendynamik auch eine sehr gelungene Gruppenerfahrung. Durch die sehr gelungene Leitung von Louisa, Thilo und Katrin wurde auch viel interessantes Wissen über das Wildcampen und Rucksackwandern vermittelt.

Dabei waren: Katrin, Louisa, Thilo, Jona, Jasper, Fiona, Alex, Vivi, Maike, Erik und Franz

Anbei befinden sich ausgewählte Fotos der Fahrt und auf unserem Instagramaccount finden sich auch mehrere Posts zur Fahrt. (@JDAV_Recklinghausen)

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Hochtourengrundkurs im Pitztal – August 2024 https://alpenverein-recklinghausen.de/hochtourengrundkurs-im-pitztal-august-2024/ Wed, 25 Sep 2024 16:24:31 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/?p=13586

Hochtourengrundkurs im Pitztal – August 2024

Offene Gletscherspalten und eindrucksvolle Bergmomente

Am Samstag, dem 17. August, begann unsere elfköpfige Gruppe, bestehend aus acht Teilnehmenden und drei Kursleitern, den Hochtourengrundkurs im Pitztal. Die Gruppe, mit einer Altersspanne von 24 bis 67 Jahren, fand schnell zusammen, und die Vorfreude auf die bevorstehenden Tage war groß. Nach der Anreise und einer kurzen Kennenlernphase teilten wir das Vereinsmaterial, darunter Seile, Eisschrauben und Sicherungsgeräte, auf unsere Rucksäcke auf und machten uns auf den Weg zum Taschachhaus, das uns die nächsten Tage beherbergen sollte.

Der Sonntag wurde von Regenwetter geprägt, was uns nicht davon abhielt, drinnen Knotentechniken in der Kletterhalle des Taschachhauses zu üben. Anschließend widmeten wir uns neben der Hütte dem Mannschaftszug, einer wichtigen Technik zur Spaltenbergung in Seilschaften ab vier Personen. Das schlechte Wetter förderte den Zusammenhalt in der Gruppe, und die Stimmung war trotz der widrigen Umstände ausgezeichnet.

Am Montag lag der Schwerpunkt auf der Selbstrettung aus Gletscherspalten in kleineren Seilschaften von zwei bis drei Personen. Wir probierten verschiedene Methoden in der kleinen Kletterhalle der Hütte aus, bevor wir uns am Nachmittag zum ersten Mal auf den Taschachferner wagten. Der Gletscher, der aufgrund des Klimawandels zu dieser Jahreszeit keine Firnauflage mehr hatte, stellte besondere Herausforderungen dar. Alle Spalten waren sichtbar, was das Gehen erschwerte, aber auch die Sicherheit erhöhte. Das Gehen mit Steigeisen war dabei eine neue Erfahrung für viele von uns.

Am Dienstag starteten wir frühmorgens zum Taschachferner, wo wir im steilen Gelände Gehübungen absolvierten. Zudem konnten auch noch zwei Eispickel, die in eine Spalte gefallen waren, erfolgreich geborgen werden. Am Nachmittag übten wir vor dem Taschachhaus die Bergung aus einer Gletscherspalte in Dreierseilschaften mit der Technik der losen Rolle, eine intensive, aber lehrreiche Erfahrung.

Der Mittwoch führte uns mit Steigeisen in zwei Seilschaften auf eine Höhe von 3100 Metern. Hier oben übten wir das legten von T-Ankern in einem der wenigen verbliebenen Firnfelder, eine wichtige Sicherungstechnik bei Hochtouren. Der Zustand des Gletschers und die sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels machten diesen Aufstieg besonders herausfordernd.

Am Donnerstag standen Sturzübungen auf einem Schneefeld in 3000 Metern Höhe auf dem Programm. Hier lernten wir, wie man sich bei einem Sturz im Firn selbst abbremst. Anschließend vertieften wir unsere Kenntnisse in der Spaltenbergung in einem Eis-Canyon und ließen uns in eine trockene Gletschermühle ab, was sowohl physisch als auch psychisch anspruchsvoll war.

Der Freitag wurde genutzt, um an der Hütte den Umgang mit Seilen und das Abseilen zu üben. Die Tourenplanung und Orientierung im Gebirge mit Karte und Kompass sowie die Beurteilung der Wetterlage waren ebenfalls wichtige Themen, die uns für zukünftige Hochtouren rüsteten.

Am Samstag, dem 24. August, traten wir nach einem letzten gemeinsamen Abstieg die Rückreise an. Die Woche war eine intensive, aber äußerst lehrreiche Erfahrung, die uns nicht nur technisches Wissen vermittelte, sondern auch das Bewusstsein für die Herausforderungen, die der Klimawandel für die Alpen mit sich bringt, schärfte. Die gute Stimmung und der Zusammenhalt in unserer Gruppe machten diese Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wir blicken zurück auf eine Zeit voller Herausforderungen, Lernprozesse und gemeinsamer Freude in den beeindruckenden Bergen des Pitztals.

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Tourenbericht – Hochtourenkurs in der Silvretta https://alpenverein-recklinghausen.de/tourenbericht-hochtourenkurs-in-der-silvretta/ Fri, 02 Feb 2024 17:31:06 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/WP/?p=11437 .avia-image-container.av-ls4xtkb2-9e44c181ddb7f62705505f439df97937 img.avia_image{ box-shadow:none; } .avia-image-container.av-ls4xtkb2-9e44c181ddb7f62705505f439df97937 .av-image-caption-overlay-center{ color:#ffffff; }

von Christian Kleeberg

Hochtourenkurs im Silvrettagebirge

An einem Samstagabend traf sich eine achtköpfige bergbegeisterte Truppe unserer Sektion in Galtür. Einzelne Bekanntschaften innerhalb der Gruppe existierten bereits und doch haben sich keine Grüppchen abgegrenzt.  Trotz der unterschiedlichen Altersklassen zeichnete sich schnell ab, dass diese Woche etwas ganz Besonderes werden sollte. Denn die Atmosphäre innerhalb der Gruppe war seit dem gemeinsamen Abendessen in Galtür sehr gut, da die Vorfreude auf die Berge eine große Gemeinsamkeit war.

Am Sonntagmorgen parkten wir an der Bieler Höhe und starteten unsere gemütliche Wanderung zur Wiesbadener Hütte. Diese Hütte in 2443 Metern Höhe beherbergte uns eine Woche in zwei Vierbettzimmern. Der Charme der rustikalen Einrichtung ließ eine heimelige Atmosphäre entstehen und unser Lieblingskellner amüsierte uns täglich mit seiner spärlich abgesicherten Gratwanderung zwischen schlagfertigen Neckereien und unverschämten Kommentaren.

Nicht nur die Gletscher schwinden

Die erste Tour führte uns nach einer kleinen Wanderung zum Vermuntgletscher, wo wir uns in zwei Viererseilschaften anseilten, um zur Ochsenscharte zu gelangen. Tagesziel war, über einen Grat den Ochsenkopf (3057m) zu besteigen. Als jedoch die ersten vier von uns den Grat betreten hatten, bemerkten wir, dass die Mischung aus dem brüchigen Gestein und einer Achterseilschaft den Grat vollständig auflösen würde. Uns bot der Anblick auf das nah gelegene Fluchthorn, was einigen Alpengipfeln noch an Felsbruch bevorsteht. An eine gefahrenlose Fortsetzung war nicht zu denken. Reiners verlorene Sonnenbrille führte jedoch spontan zu Kursinhalten, wie das eisschraubengesicherte Abseilen und dem Eingraben eines „toten Mannes“.

Den Ochsenkopf konnten wir am nächsten Tag dann über die Tiroler Scharte erreichen. Der Blick von dort oben war schlichtweg atemberaubend und der Doppelgipfel bot uns ideale Fotomotive.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Kursübungen. Im nahgelegenen Klettergarten übten wir die Spaltenbergung mit Prusikschlaufen, sowie mit Klemmgeräten. Doch das heranziehende Gewitter vertrieb uns rechtzeitig zurück zur Hütte, wo wir gerade noch den ersten Donnerschlägen entkamen.

Am Donnerstag bestiegen wir die Dreiländerspitze. Dabei überwanden wir zunächst den uns bekannten Vermuntgletscher, sowie mehrere leichte Kletterpassagen. Das schmale Gipfelplateau bot uns erneut einen grandiosen Rundblick.

Der letzte Tag unseres Kurses führte uns zum Ochsentaler Gletscher. Dort sollten wir unter Anderem erste Erfahrungen im Eisklettern in Gletscherspalten sammeln, sowie das Anlegen einer Eissanduhr kennen lernen. Doch ein erneutes Gewitter zwang uns zur Rückkehr. Geschützt unter unseren Rucksäcken warteten wir auf eine Regenpause, um zur Hütte zu sprinten – genau rechtzeitig vor einem gewaltigen Hagelschauer.

Rückblickend war es nicht nur die grandiose Bergwelt des Silvrettagebirges, die diese Woche unvergesslich machte, sondern vor allem die großartige Stimmung in unserer Gruppe. Diese Woche hat uns gezeigt, wie Berge Menschen unterschiedlicher Art zusammenbringen können.

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