JDAV Recklinghausen – DAV Recklinghausen https://alpenverein-recklinghausen.de Internetauftritt des DAV Sektion Recklinghausen Fri, 26 Jan 2024 19:10:54 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.3 https://alpenverein-recklinghausen.de/wp-content/uploads/2016/10/cropped-cropped-cropped-cropped-cropped-10683626_418402171640591_5045534529077308248_o-1-32x32.jpg JDAV Recklinghausen – DAV Recklinghausen https://alpenverein-recklinghausen.de 32 32 Fast hätte ich es vergessen! https://alpenverein-recklinghausen.de/fasst-haette-ich-es-vergessen/ Sun, 20 Dec 2020 16:30:00 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/WP/?p=9225 Das Jugendleiterteam sucht Verstärkung!

Du bist mindestens 16 Jahre alt und interessierst dich für die Leitung einer Fahrt oder das Mitwirken in der Jugend- oder Kindergruppe? Es wäre schön, wenn du für die Zeit nach der Schule in näheren Umgebungen wohnst, damit du uns als Jugendleiter*in möglichst lange erhalten bleibst. Was gibt es dafür? Im Grunde viel Spaß, eine jährliche interne Fortbildung durch Thomas und Flo Küpper, eine jährliche Fortbildung des JDAV NRW/Deutschlands und viele schöne Erfahrungen mit den Gruppen. Außerdem wird dir die PSA fürs Klettern gestellt, sprich Gurt, Helm und Sicherungsgerät. Fühlst du dich angesprochen? Dann schreib dem Jugendreferent einfach eine Mail oder sprich einen der JL in der Kletterhalle. Wir freuen uns auf dich!

Kontakt

Jugendreferent Sebastian Eger:
sebastian.eger@alpenverein-recklinghausen.de
0173 822 1404

Kindergruppe Daniel Kurte
daniel.kurte@alpenverein-recklinghausen.de

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jdav – 2020 https://alpenverein-recklinghausen.de/jdav-2020/ Sun, 20 Dec 2020 16:00:00 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/WP/?p=9211 „Lass mal nicht über Corona reden…“

Ein klassischer Spruch, der des Öfteren mittwochs im Neoliet Bochum zu hören war. Das Virus hat die Welt weiterhin fester im Griff als so mancher Kletterer den besten Henkel. Klettern in diesen Zeiten? Fast undenkbar, wenn man sich vor Augen führt, dass die ganze Klettergemeinschaft nur sehnsüchtig darauf wartete endlich wieder an die Felsen der Welt strömen zu können. Zum Sommer hin dann schien die Pandemie uns eine Pause zu gönnen. Die jährliche Kletterfahrt nach Thüringen fiel dem Virus dann leider doch noch zum Opfer. Wenigstens öffneten, unter strengen Hygienebedingungen, die Kletter- und Boulderhallen wieder – ein kleiner Trost. Strenge Hygieneregeln wurden, verständlicherweise, auch auf den Hütten in den Alpen verhängt. Auf Grund dieser Tatsache entschieden die Jugendleiter*Innen der Sektion, die geplante Wanderung über den Berliner Höhenweg abzusagen. Also musste eine Alternative her.
Paula, Johannes und Eger setzten sich also zusammen, um einen neuen Plan zu schmieden. Die Wahl fiel auf Osteuropa, konkret auf Tschechien, da die zu fahrende Entfernung noch angemessen war. Gerade bei „nicht klassischen“ Zielen sollte man am Anfang schauen, ob und was es für Kletterführer gibt. Ein Paar Klicks im Internet und – et voila – sind wir fündig geworden. Unsere Wahl fiel auf einen Kletterführer, der mit den Worten „

Das Klettern am großen Granitriegel am Ufer des Slapy Stausees, zwischen den Städten Pribram und Sedlcany, bietet vieles, was das Kletterherz höherschlagen lässt. Von schwierigen und gut gesicherten Wegen bis hin zu leichten Tradwegen ist alles vorhanden und das als Dach, Platte oder steile Wand mit vielen vertikalen und horizontalen Rissen. Ein Großteil der Sektoren ist südlich ausgerichtet, einige stehen aber auch im Wald.“

beworben wurde.

[1] http://kletterfuehrer.net/Sportkletterfuehrer/Tschechien/Vltavska-zula::1152.html

Was will man mehr?! Das der Kletterführer auf der Internetseite ausverkauft war störte uns erstmal wenig.
Nach einigem Emailverkehr mit diversen Campingplätzen in der Umgebung, fanden wir auch den schönen Campingplatz „Lanový park Slapy“ direkt am Slapy-Stausee. Der Fluss, der den Stausee speist, ist kein geringerer als die Moldau selbst, der wohl bekannteste Fluss in Tschechien. Als der Campingplatz gebucht war, wollten wir uns um einen Topo kümmern. Doch leider mussten wir feststellen, dass es weit und breit keinen mehr gab! Kein deutscher und auch kein tschechischer Onlinehändler hatte den gesuchten Topo mehr auf Lager. Glücklicherweise gab es mehr oder weniger detaillierte Kletterführer auf einer tschechischen Website einer Klettervereinigung. Johannes machte sich die Mühe und kopierte Seite für Seite, die Information aus dem Internet, in eine Textdatei, die wir anschließend ausdrucken und mit einem Ringbuch binden ließen. Ein „selbstgemachter“ Kletterführer sollte es auch tun und glücklicherweise tat er dies dann auch.
Trotz kurzfristiger Terminverschiebung und einem neuem Fahrtenziel fand sich eine Handvoll junger Menschen, die Lust auf dieses Abenteuer hatte. Die Zeit in Tschechien war wirklich schön! Die Kletterei, der Campingplatz direkt am Wasser, die Ausflüge nach Prag und Krumau a. d. Moldau, das gemeinsame Kanu fahren und natürlich die Gruppe selbst machten diese Sommerfahrt des JDAV zu etwas wundervollem. Einen ausführlichen Artikel von Paula, zu dieser Fahrt findest Du im Blick vom Gipfe auf Seite 21 oder auf der Internetseite unserer Sektion.

LaPaDu – Monte Thysso

Eine weitere Fahrt gab es dieses Jahr dann leider nicht mehr aber dafür eine Tagesveranstaltung. Diese Führte Jugendgruppe dieses Mal in den nahegelegenen Landschaftspark nach Duisburg. Angereist wurde per Zug und Tram, da der LaPaDu gut angeschlossen ist. Anschließend ließen wir den Tag in Alvas Garten mit einer gemütlichen Grillrunde ausklingen. Dieses Tagesausflug hat uns so sehr gefallen, dass wir beschlossen haben häufiger Tagesveranstaltungen durchzuführen. Mehr dazu ebenfalls im Blick vom Gipfel auf Seite 22 bzw. im Internet auf der WEBSITE.

Bildschirm, Bildschirm, Bildschirm…

Gegen Mitte des Herbsts wurde langsam, aber sicher das Gemunkel über eine zweite Welle und den entsprechenden Lockdown immer lauter. Anfang November war es dann plötzlich wieder soweit: Schließung aller Boulder- und Kletterhallen und Kontaktbeschränkungen waren gefühlt über Nacht wieder allgegenwärtig. Das für das erste Novemberwochenende geplante Treffen der Jugendleiter*Innen und Tourenleiter*Innen konnte leider nicht in Präsenz stattfinden.

Mittlerweile routiniert, musste auf ein Onlinemeeting ausgewichen werden. An diesem Meeting nahmen alle Jugendleiter*Innen teil, die in der nächsten Zeit weiter aktiv mit und in der Sektion arbeiten möchten. Außerdem nahmen erstmal auch Alva und Raphy als JL-Anwärter an diesem Termin teil. Während der Sitzung haben wir das Jahr reflektiert und uns Gedanken für das nächste Jahr gemacht. Die entsprechenden Fahrten entnehmt ihr bitte dem Tourenprogramm, hinten im Heft. Auch haben wir beschlossen jeden zweiten Samstag in Monat eine Tagesveranstaltung durchzuführen. Nähere Informationen erhaltet ihr beim Jugendreferenten oder in der JDAV Recklinghausen WhatsApp-Gruppe. Alle weiteren Neuigkeiten erhaltet ihr ebenfalls dort.


Schweren Herzens muss an dieser Stelle mitgeteilt werden, dass Leo und Svea ihre Tätigkeit als JL niedergelegt haben. Der Jugendreferent bedankt sich im Namen der Sektionsjugend ganz herzlichen bei Svea und Leo für die jahrelange ehrenamtliche Jugendarbeit und das Engagement. Beide waren lange vor mir in der Sektion tätig. Leo war darüber hinaus vor mir der Jugendreferent der Sektion. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch persönlich bei den beiden bedanken: Vielen Dank für die Arbeit in, sowohl der Kinder als auch der Jugendgruppe, für die Unterstützungen bei unseren Fahrten und die schönen Tage, die wir alle zusammen hatten. Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft und euren weiteren Werdegang!

Natürlich bleiben die beiden der Sektion erhalten und wir hoffe sie beim Klettern oder auf Fahrten noch häufig als Teilnehmer begrüßen zu dürfen.

Bundesjugendleitertagung

Ende November hat ein außerordentlicher Bundesjugendleitertag stattgefunden – natürlich digital. Sebastian Eger hat die jdav der Sektion Recklinghausen bei diesem BJLT vertreten. Trotz der Einschränkung, dass der BJLT online stattfinden musste, haben 236 JL aus 82 Sektionen deutschlandweit teilgenommen. Entscheidungen und Beschlüsse findet ihr auf www.jdav.de.


Dadurch, dass die Hallen wieder geschlossen sind und das Wetter das Klettern am Felsen (kaum) zulässt haben wir das Onlinetraining wieder aufgenommen. Die Trainingszeiten sind dienstags und donnerstags ab 18:00 Uhr via Teams. Den Link dazu erhaltet ihr bei Eger. Wie das Training abläuft wurde bereits im Blick vom Gipfel 01/2020 beschrieben.

Das war’s von meiner Seite, bleibt gesund und haltet euch fit!

Euer Eger


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jdav-Sonntagsexpedition zum Monte Thysso (38m) https://alpenverein-recklinghausen.de/jdav-sonntagsexpedition-zum-monte-thysso-38m/ Wed, 14 Oct 2020 15:32:00 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/WP/?p=4159 An einem sonnigen Sonntag machen sich 18 Leute aus unserer Jugendtruppe auf den Weg in den Landschaftspark Duisburg Nord mit dem Ziel, den Monte Thysso (38 m N.N.) zu besteigen. Wir reisen mit den Öffis oder in Fahrgemeinschaften an und müssen uns mit vorab erhaltenen PINS einloggen. Das Prozedere stellt sich als ziemlich kompliziert heraus, aber was ist in Zeiten von Covid-19 schon noch wirklich einfach?

Wir loggen uns also in den jeweiligen Sektoren ein. Unser erster ist der Sektor, in dem der Klettersteig startet. In Kleingruppen wird gezeigt, wie das Klettersteigset zu benutzen ist und was man sonst noch beim Klettersteiggehen beachten muss. Der Steig reicht zwar nur über zwei Buchten, aber bietet trotzdem einige Varianten mit Schwierigkeiten A/B bis D/E. Mit dem obligatorischen im Stau stehen im Steig selbst (um auch das wirkliche Berggefühl zu bekommen) eingerechnet, brauchen wir eine gute Stunde.

Für einige ist es zwar das erste Mal Klettersteiggehen, aber so richtig fordern tun uns auch die teilweise sehr kreativen D/E Stellen nicht. Egal ob man kräftig an den Armen ziehen oder präzise auf kleinen Kieseln stehen muss, alle meistern die Herausforderungen souverän. Wir sind wohl doch eher eine Sportklettergruppe!

Apropos Sportklettern! Nachdem die Klettersteigsets wieder abmontiert und wie gewohnt Seil und Exen an unseren Gurten hängen, macht das Erklimmen der Duisburger Wände direkt wieder viel mehr Spaß! Wir klettern noch ein wenig an den für den Landschaftspark so typischen Mischbetonplatten mit seinen teilweise künstlichen Leisten und als sich der erste Hunger bemerkbar macht, schauen wir uns die Food Trucks an, die vorne im Park stehen. Es gibt Falafel und vegane Burger, worüber sich unsere Gruppe besonders freut!

Nicht nur die Sonne richtet ihre Strahlen heute auf uns, sondern auch einige Passanten ihre Kameraobjektive. Mit der coronabedingten Absperrung der Kletterzonen fühlt man sich dabei dann richtig wie (ein Tier) im Zoo.  Aber wir lassen uns davon nicht zu sehr stören, sondern genießen den gemeinsamen Tag, so oder so. Und ein Foto müssen wir ja selbst auch noch machen. Wie man sieht, haben wir uns bemüht den geforderten Mindestabstand einzuhalten.

jdav – mit Abstand

Ob LaPaDu oder LaPaDui konnten wir an dem Tag zwar nicht klären, aber wir waren uns einig, dass wir Klettersteige in Zukunft eher wegen der schönen Aussicht vielleicht in den Bergen machen wollen und sonst Bohrhaken und Umlenker bevorzugen.

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Jugend – Mobiles Sichern in der Pfalz https://alpenverein-recklinghausen.de/jugend-mobiles-sichern-in-der-pfalz/ Fri, 22 Jun 2018 18:15:30 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/WP/?p=2713 Vom 9. bis zum 13. Mai ging es für die Jugendleiter des JDAV Recklinghausen für eine Schulung in die schöne Pfalz. Dieses Jahr haben wir uns, unter Anleitung von Thomas Küpper, mit mobilen Zwischensicherungen, wie zum Beispiel Friends, Klemmkeile und Co. beschäftigt. Wir starteten am Donnerstag Vormittag mit einem kleinen theoretischen Einstieg. Leider folgte daraufhin ein hartnäckiger Regenschauer, welcher uns den Rest des Tages begleitete. Keine optimalen Bedingungen für die ersten Versuche mit einer neuen Sicherungsmethode.

Am nächsten Tag konnten wir dafür mit umso schöneren Wetter durchstarten und erklimmten langsam aber sicher Route für Route und haben ein immer besseres Gespür für die Absicherung bekommen. Selbstverständlich wurde die Kletterei mit einem Eintrag in das Gipfelbuch belohnt. Zwischendurch gab es natürlich weitere interessante Einführungen von Thomas, wie zum Beispiel das errichten eines Standplatzes oder der Bau eins Flaschenzuges. Außerdem stand uns Thomas permanent mit Rat und Tat zur Seite und war wie immer für jeden Spaß zu haben. Leider ging es am Sonntag eher nach Hause als ursprünglich geplant, da das Wetter uns wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Dies war aber sicherlich nicht unser letzter Besuch in der schönen Pfalz. Die JDAV bedankt sich ganz herzlich bei Thomas Küpper für die Organisation und Durchführung dieser Schulung und freut sich auf die kommenden Fahrten.

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Jugend – Osterfreizeit im Thaurac https://alpenverein-recklinghausen.de/jugend-osterfreizeit-im-thaurac/ Fri, 22 Jun 2018 18:09:35 +0000 https://alpenverein-recklinghausen.de/WP/?p=2711 Wie jedes Jahr, wenn es auf Ostern zu geht, sind wir mit vollgestopften Autos in den Süden zum Sportklettern aufgebrochen. Unsere Gruppe bestand aus 11 Leuten, von denen 9 am Freitagabend (23.03.2018) aus Recklinghausen losgefahren sind. Ein Auto hat das 10. Teammitglied in Leun an der Lahn bei Wetzlar eingesammelt und das andere hat sich um den Lebensmitteleinkauf gekümmert. Lukas ist am Mittwoch den 28.03. mit dem TGV nachgereist.

Nach einer anstrengenden 12-stündigen Fahrt haben sich beide Autos mit nur einer halben Verzögerung im kleinen südfranzösischen Montoulieu wieder getroffen. Montoulieu besteht aus einem Campingplatz, ein paar Bungalows und einer Kirche. Es liegt nahe dem unbekannten, aber wunderschönem Thaurac-Klettergebiet in Südfrankreich. Die nächste bekannte Stadt ist Montpellier, die 40 km südlich von Montoulieu liegt. Das Klettergebiet selbst liegt 10 Minuten Autofahrt von Montoulieu entfernt und weist als Besonderheit eine riesige Grotte auf, die ein ganz schöner Touristenmagnet ist.

Bei unserer Ankunft wurden wir anders als erwartet mit einem „Moin!“ begrüßt. Der Campingplatzbesitzer kommt ursprünglich aus Hamburg und hat, wie er uns stolz erzählt, eine Französin geheiratet, weswegen die beiden zusammen diesen Campingplatz führen. Wir fühlen uns bei ihnen auf jeden Fall sehr wohl und sind froh über jemanden, der deutsch spricht und mit dem wir uns nicht über unsere brüchigen Schul-Französischkenntnisse verständigen müssen. Gleich in einem der ersten Gespräche erzählt er uns von der Ziegenkäserei direkt über dem Campingplatz. Der Käse sei unglaublich lecker und wenn wir Glück haben, würden wir auch da auf eine deutsche Gesprächspartnerin treffen. Sie hatte ein Auslandssemester in Bonn gemacht und freut sich deswegen immer über die Möglichkeit ihr Deutsch anzuwenden. Gleich bei der nächsten Gelegenheit sind wir nach einem anstrengenden Klettertag zu der Käserei gelaufen. Unser Glück hat uns nicht im Stich gelassen. Uns wurde auf deutsch der gesamte Betrieb gezeigt und von dem Melken bis zur Käsereifung alles erklärt. Wir durften sogar zu den Babyziegen und bei der Fütterung zuschauen. So viel Einblick in den Betrieb hatten wir vorher gar nicht erwartet und haben uns umso mehr gefreut, dass wir bei den Kleinen bleiben durften und sie streicheln und ärgern durften so lange wir wollten. Der Käse war übrigens auch wunderbar!

Wir haben uns natürlich nicht nur mit den französischen Ziegen und ihrem Käse beschäftigt, sondern haben das gemischte, aber meist gute Wetter am Fels genossen. Das Klettergebiet zieht sich an einem Fluss, dem Hérault, entlang. Es gibt eine sonnige Seite gen Süden und eine Seite, die den wunderschönen Blick auf den Fluss und die Felsen auf seiner anderen Seite erlaubt. Der helle Kalkstein weist viele Höhlen und Tunnel auf, was die Kletterei sehr besonders macht und für uns etwas neu war. An Regentagen konnten wir uns die ein oder andere Höhle suchen, in der wir trotzdem klettern konnten. Besonders spannend waren die Routen, die durch Tunnelsysteme führten. Manchmal musste man sogar den Gurt ausziehen, um durch die engsten Passagen zu kommen.

Obwohl die meisten Zustiegswege zum Wandfuß mit 5 bis 10 Minuten nur sehr kurz waren, konnte man im Thaurac-Gebiet auch sehr gut wandern gehen. Es gab mehrere Klettersteige, deren Maskottchen Teddybären waren, die einen überall in der Wand überraschten und mit einem Schild (natürlich auf französisch) erklärten, an welcher Station man sich gerade befand. Unter anderem gab es da die station de baume du soleil unweit dem Sektor Voisseau fantôme. Auf dem Foto sieht man die riesige Höhle, die „Höhle der Sonne“ heißt, weil im Sommer am Mittag das Sonnenlicht so einfällt, dass der Raum komplett in goldenes Licht getaucht ist. Das war für uns eher nebensächlich. Das Schild des Bären in dieser Höhle war viel interessanter. Unsere Französischkenntnisse halfen uns weiter: Man durfte hier je nach Erfahrung und Mut ein Pendel aufbauen, an dem man durch die gesamte Höhle schwingen konnte. Manche Wände von der Höhle konnte man von der Plattform aus gar nicht sehen, so groß war sie. Einmal bei einem professionellen Wandererführer zugeschaut, bauten wir am nächsten Tag selbst das Pendel auf. Unsere Konstruktion haben wir mit viel Teamwork und Erfahrung perfektioniert und durch die dunkle, kalte Höhle zu schwingen, hat so viel Spaß gemacht, dass wir an dem Tag gar nicht mehr wirklich ans Klettern gekommen sind.

Die Kletterei an sich war sehr schön. Es gab ganz unterschiedliche Routenstile und alles Mögliche an Schwierigkeitsgraden, sodass wir abends meist sehr erfolgreich, aber auf jeden Fall erschöpft zurück kamen. Neben klassischem Sportklettern, Mehrseillängen, Plattenklettereien und den bereits erwähnten Höhlen, gab es sogar den ein oder anderen Boulder, den ein paar von uns sehr souverän gemeistert haben. Besonders gefallen haben uns die Gebiete Baume d’Aymé und Fucking Bartas. Insgesamt konnte man aber aufgrund der Vielfältigkeit der Routen und der hohen Anzahl an Routen in einem Sektor, keinen Sektor als besonders hervorheben. Jeden Tag konnten wir unglaublich viel machen und nach 10 Klettertagen sind wir auch noch lange nicht mit dem Thaurac durch.

 

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