Mit der Anmeldung zu einem Kurs oder zu einer Tour (Ausrichter: Deutscher Alpenverein Sektion Recklinghausen e.V.) stimmt der/die Teilnehmer/in den nachfolgend aufgeführten Teilnahmebedingungen zu:

1. Voraussetzungen für die Teilnahme

Bei Kursen und Touren in den Alpen ist die Mitgliedschaft im Alpenverein Voraussetzung. Nichtmitgliedern steht die Teilnahme für Touren im Mittelgebirge und Grundlagenkurse wie Kletterkurse in der Halle oder im Mittelgebirge offen. Die Touren richten sich nach Wetterlage sowie örtlichen und situationsbedingten Gegebenheiten und können von der Kurs- / Tourenbeschreibung abweichen. Aufgeführte Ziele können möglicherweise nicht erreicht, Wege und Gehzeiten womöglich nicht eingehalten werden. Teilnehmerinnen bestätigen zudem mit ihrer Anmeldung, dass sie die in der Ausschreibung gestellten Anforderungen (Technik, Erfahrung, Kondition, Höhe der Tour) erfüllen. Bei Höhen oberhalb von 2500 Meter ist eine vorherige Akklimatisierung sinnvoll/notwendig. Im Falle inkorrekter Angaben hat die Tourenleitung das Recht, den/die Teilnehmerin nachträglich auch nach Beginn der Veranstaltung auszuschließen. In diesem Fall werden weder Teilnahmebeiträge noch sonstige Aufwendungen vom DAV erstattet. Im Zweifelsfall ist es ratsam, vor Anmeldung Rücksprache mit der Tourenleitung bezüglich der Anforderungen zu halten.

2. Anmeldung / Zahlung des Teilnahmebeitrags

Die Anmeldung (4 Wochen vor Kursbeginn, nach Absprache auch später) erfolgt entweder über die Homepage oder per ausgefülltem und unterschriebenem Formular (auch per Scan) an die Tourenleitung. Diese wird nach schriftlicher Bestätigung verbindlich. Der Teilnahmebeitrag ist binnen 7 Tagen auf das Konto der Sektion DAV Recklinghausen einzuzahlen. Erfolgt die Einzahlung nicht in diesem Zeitraum, kann der Platz anderweitig vergeben werden. Falls die Anmeldung später als 4 Wochen vor Kursbeginn erfolgt, ist der Kursbeitrag sofort fällig.

Bankverbindung

DAV Sektion Recklinghausen – Bank: Sparkasse Vest Recklinghausen
IBAN: DE22 4265 0150 0000 4102 58
BIC: WELADED1REK
Betreff: Tourennummer / Vor- und Nachname

3. Hinweis zum Teilnahmebeitrag

Sektionsmitglieder / Mitglieder anderer Sektionen

G 0: Wanderungen Mittelgebirge 15 / 20 €, Nichtmitglied 25 €
G 1: Deutschland, Österreich, Italien 30 / 35 €
G 2: Westalpen (außer Schweiz) 35 / 40 €
G 3: Schweiz 45 / 50 €

Unter anderem durch die Teilnehmerbeiträge werden die Kosten der ehrenamtlichen Trainer/Kurs-/Tourenleiter für Unterkunft, Verpflegung, Organisation und Anreise zu den jeweiligen Veranstaltungen
finanziert. Jede/r Teilnehmer*in muss selbst für die während der Tour entstehenden Kosten (Anreise, Unterkunft, Verpflegung, Transport etc.) aufkommen.

4. Rücktritt

Ein notwendiger Rücktritt sollte der veranstaltenden Sektion in Ihrem eigenen Interesse unverzüglich gemeldet werden. Hierbei entstehen Stornokosten:

• Bei Rücktritt bis 3 Wochen vor Veranstaltungsbeginn 25 €.
• Bei Rücktritt vom 20. bis 15. Tag vor Veranstaltungsbeginn 50 % des Teilnehmerbeitrages, mindestens jedoch 25 €.
• Bei Rücktritt vom 14. bis 5. Tag vor Veranstaltungsbeginn 80 % des Teilnehmerbeitrages, mindestens jedoch 25 €.
• Bei einem Rücktritt ab dem 4. Tag vor Veranstaltungsbeginn wird der volle Teilnehmerbeitrag berechnet.
• Ist eine Veranstaltung voll belegt und kann der Platz, der durch den Rücktritt frei wird, an eine Person vergeben werden, fallen lediglich Bearbeitungskosten von 25 € an.

5. Absage / Abbruch

Eine Tour oder Kurs kann abgesagt werden, wenn die Mindestanzahl der Teilnehmer nicht erreicht ist. In diesem Fall werden bereits eingezahlte Teilnahmebeiträge zurückerstattet. Es besteht kein Anspruch auf die Durchführung, wenn Witterung oder sonstige Einflüsse die Realisierung verhindern. Bei Ausschluss einzelner Teilnehmer aus Sicherheitsgründen oder aus anderem besonderen Anlass besteht kein Anspruch auf Erstattung des Preises / ggf. Vorauszahlungen. Eine mangelhafte Erfüllung des Angebots kann daraus nicht abgeleitet werden.

6. Erklärung zur Haftungsbegrenzung

Bergsport ist nie ohne Risiko. Deshalb erfolgt die Teilnahme an einer Sektionsveranstaltung, Tour oder Ausbildung grundsätzlich auf eigene Gefahr und eigene Verantwortung. Jede/r Teilnehmer * in verzichtet
auf die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen jeglicher Art wegen leichter Fahrlässigkeit gegen die Tour- oder Ausbildungsleitung, andere Sektionsmitglieder oder Organe der Sektion.

Schwierigkeitsbewertung

Die Schwierigkeit einer Tour oder einer Gipfelbesteigung lässt sich mit einem einzigen Begriff oder Symbol oft nicht ausreichend exakt beschreiben. Deshalb haben wir zur ersten Orientierung eine Übersicht der in Mitteleuropa verwendeten Schwierigkeitsbewertungen in den verschiedenen alpinen Disziplinen zusammengetragen. Darin sind enthalten die Bewertung für Klettersteige, die französche sowie die UIAA-Skala für Felskletterei, die SAC-Wanderskala sowie die SAC- und die UIAA-Skala für Berg- und Hochtouren. Wir unterscheiden in unserer Orientierungshilfe zunächst zwischen Anforderungen an die Kondition und Anforderungen an die Technik.

Darüber hinaus wird ein Gefühl vermittelt, ob sich das individuelle Angebot aus dem Ausbildungs- und Tourenprogramm als „Einfach“, als „Mittel“ oder als „Schwer“ beschreiben lässt. Lokale Ereignisse, wie das sich plötzlich ändernde Wetter, können hierbei natürlich nicht berücksichtigen werden. Details sind bei der jeweiligen Tourenleitung zu erfragen.

Übung und Erfahrung am Berg, Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit werden stets vorausgesetzt.
Für eine ausreichende Höhenanpassung muss vor Antritt der Tour gesorgt sein. Stellen sich nach Beginn der Tour fehlende Voraussetzungen heraus, kann ein Ausschluss erfolgen.

Einfach Mittel Schwer
Kondition
Aufstiege bis zu 800 Hm (ca. 3 Stunden) 1200 Hm (ca. 4 Stunden) mehr als 1200 Hm (> 5 Stunden)
Gehzeit ca. 6 Stunden ca. 8 Stunden > 8 Stunden
Technik
Klettersteige (SAC-Skala) A – B C D – E
Bergwandern (SAC-Skala) T1 – T2 T3 – T4 T5 – T6
Hochtouren (SAC-Skala) UIAA I/ L UIAA II/ WS UIAA III-IV/ ZS – S
Klettern (UIAA / franz Skala) bis I- III/3a IV/ 3b – 4a Ab V/ 4b – 6b+
Mountainbike
Schwierigkeitsgrad Weg/Gelände Anforderungen
T1
Wandern
Weg gut gebahnt. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert. Absturzgefahr kann bei normalen Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden.
Falls nach SWW-Normen markiert: gelb.
Keine, auch mit Turnschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich.
T2
Bergwandern
Weg mit durchgehendem Trassee. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen.
Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-rot-weiss.
Etwas Trittsicherheit. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen.
T3
anspruchsvolles Bergwandern
Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen.
Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-rot-weiss.
Gute Trittsicherheit. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung.
T4
Alpinwandern
Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen.
Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-blau-weiss.
Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden.
T5
anspruchsvolles Alpinwandern
Oft weglos. Einzelne einfache Kletterstellen. Exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Apere Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr.
Falls markiert: weiss-blau-weiss.
Bergschuhe. Sichere Geländebeurteilung und sehr gutes Orientierungsvermögen. Gute Alpinerfahrung und im hochalpinen Gelände. Elementare Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Seil.
T6
schwieriges Alpinwandern
Meist weglos. Kletterstellen bis II.. Häufig sehr exponiert. Heikles Schrofengelände.Apere Gletscher mit erhöhter Ausrutschgefahr.
Meist nicht markiert.
Ausgezeichnetes Orientierungsvermögen. Ausgereifte Alpinerfahrung und Vertrautheit im Umgang mit alpintechischen Hilfsmitteln.
Grad Fels UIAA-Grad Firn und Gletscher
L
leicht / facile
F
Einfaches Gehgelände (Geröll, einfacher Blockgrat). ab I Einfache Firnhänge, kaum Spalten.

WS

wenig schwierig / peu difficile
PD
+
Meistens noch Gehgelände, erhöhte Trittsicherheit nötig, Kletterstellen übersichtlich und problemlos. ab II In der Regel wenig steile Hänge, kurze steilere Passagen, wenig Spalten.

ZS

ziemlich schwierig / assez difficile
AD
+
Wiederholte Sicherung notwendig, längere und exponierte Kletterstellen. ab III Steilere Hänge, gelegentlich Standplatzsicherung, viele Spalten, kleiner Bergschrund.

S

schwierig / difficile
D
+
Guter Routensinn und effiziente Seilhandhabung erforderlich, lange Kletterstellen, erfordern meistens Standplatzsicherung. ab IV Sehr steile Hänge, meistens Standplatzsicherung notwendig, viele Spalten, grosser Bergschrund.

SS

sehr schwierig / très difficile
TD
+
In den schwierigen Abschnitten durchgehend Standplatzsicherung nötig, anhaltend anspruchsvolle Kletterei. ab V Anhaltendes Steilgelände, durchgehende Standplatzsicherung.

AS

äusserst schwierig / extrêmement difficile
ED
+
Wanddurchstiege, die grosses Engagement erfordern. ab VI Sehr steile und senkrechte Stellen, erfordern Eiskletterei.

EX

extrem schwierig / abominablement difficile
ABO
+
Extrem steile, teilweise überhängende Wanddurchstiege. ab VII Eiskletterei extremer Richtung.
Franzö­sisch UIAA
1 I
2 II
3 III
4 IV
5a V-
V
5b V+
VI-
5c VI
6a VI+
6a+ VII−
6b VII
6b+ VII+
6c VII+/VIII−
6c+ VIII−
7a VIII
7a+ VIII+
7b VIII+/IX−
7b+ IX−
7c und mehr IX und mehr
Schwierigkeitsgrad Weg/Gelände Anforderungen
K1 (leicht) In der Regel trassierte Steige,
Sicherungen in Relation zum
Gelände komfortabel.
Große, natürliche Tritte, wo diese fehlen sind Stiegen, kurze Leitern und Eisenbügel montiert. Etwas ausgesetzte Passagen weisen durchgehend Seil oder Kettensicherungen auf (auch Seilgeländer). Für erfahrene Berggänger ist keine Selbstsicherung notwendig.
K2 (mittel) Man bewegt sich abschnittsweise bereits in steilerem Felsgelände, die Route ist aber aufwändig gesichert. Steile oder senkrechte Passagen sind durch Leitern und/oder Eisenklammern entschärft. Auch in wenig schwierigem Gelände sichern Drahtseile oder Ketten den Klettersteigler. Selbstsicherung ratsam.
K3 (ziem-
lich
schwierig)
Die Route verläuft über längere Strecken in steilem, auch ausgesetztem Felsgelände (III. Schwierigkeitsgrad entsprechend), ist aber eher großzügig gesichert. Es gibt keine Passagen, bei denen kräftiger Armzug notwendig ist.
Selbstsicherung erforderlich.
K4 (schwie-
rig)
Steiles Felsgelände mit senkrechten Stellen, es gibt auch kleine, gut abgesicherte Überhänge.
Vielfach verläuft die Route beträchtlich ausgesetzt, natürliche Tritte und Griffe sind oft klein.
Auch an exponierten oder steilen Passagen ist nur eine Drahtseilsicherung vorhanden (Armkraft erforderlich). Künstliche Haltepunkte wie Haken oder Eisentritte lediglich an den schwierigsten Stellen. Eine Ausnahme bilden die Sportklettersteige „à la française“, die in der Regel weit aufwendiger gesichert sind, aber auch maximal ausgesetzte Passagen aufweisen.
K5 (sehr
schwierig)
Klettersteige in schwierigstem Felsgelände. Sie sind vielfach lang, anhaltend fordernd und deshalb auch sehr anstrengend. Senkrechte oder abdrängende Passagen mitunter nur mit Drahtseilen versehen; künstliche Haltepunkte sichern nur extreme Passagen zusätzlich. Routen für erfahrene Klettersteigler, die gut in Form sind.
K6
(extrem schwierig)
Klettersteige für die „Cracks“ mit starken Oberarmen, solidem Nervenkostüm und tadelloser Kondition Lange, sparsam abgesicherte Passagen an der Vertikalen, die viel Ausdauerkraft (Arme) verlangen. Bei Sportklettersteigen können Kletterschuhe (Reibung) vorteilhaft sein, eventuell auch zusätzliche Partnersicherung.